Archiv für April 2014

Let’s Make Anarchism A Threat Again

Anarchismus und die neuen globalen Revolten

Der welt­wei­te Wi­der­stand gegen die be­ste­hen­den Sys­te­me wächst und zeigt sich glei­cher­ma­ßen be­ängs­ti­gend und vol­ler Hoff­nung. Wel­che Ziele und Ideen ver­bin­den die be­setz­ten Plät­ze und bren­nen­den Po­li­zei­wa­gen von Ham­burg bis Athen und Kiew?

Ein Ak­ti­vist des Cri­me­thInc Kol­lek­tivs kommt nach Eu­ro­pa um über die an­ar­chis­ti­sche Be­we­gung in den Zei­ten der glo­ba­len Re­vol­te zu be­rich­ten.
Die dynamische Präsentation erkundet die heutigen globalen Aufstände anhand von Repression, Bürgerschaft und Demokratie. Welche neuen Möglichkeiten für Revolten entstehen, wo aufgrund der ökonomischen Krise Repression immer stärker wird? Welche Alternativen zu einer nur liberalen Auslegung der Bürgerrechte können wir bieten, wo Konflikte aufgrund von Nationalität und Migration zunehmen? Welche Visionen über die repräsentative Demokratie hinaus können AnarchistInnen bieten, wenn das Vertrauen in die Regierung bröckelt?

Unsere Kämpfe müssen Erzählungen und Taktiken verbreiten, die die Legitimität dieser Kräfte herausforfern – und die Zukunft der Freiheit hängt in der Schwebe.

Diese Vortragstour unterstützt die baldige Erscheinung des Buches „WORK“ auf deutsch. Das Buch bietet eine Analyse des zeitgenössischen Kapitalismus und des Widerstands dagegen, sowie Texte aus 20 Jahren Agitation.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten, bei Bedarf gibt es aber auch eine Deutsche Übersetzung.

Warum wir eure Nächte in Brand stecken

In Griechenland existiert seit Jahren die Praxis kleiner Nadelstiche, indem Gruppen von Anarchisten losziehen und eine kleine Bombe oder einen Brandsatz in ein ungeliebtes Gebäude schmeißen. Diese Minderheiten tun das offenbar mit der Absicht „Impulse der Unordnung“ in der befriedeten Gesellschaft zu erzeugen und das wieder in der Hoffnung, dass sich doch einige Risse auftun und Polarisierungen ergeben.

In einem neu erschienen Buch sind einige Schreiben einer dieser Gruppen, der „Verschwörung der Feuerzellen“ dokumentiert. Dieses informelle Netzwerk hat beschlossen, einen einheitlichen Namen zu benutzen und längere Kommunikees zu schreiben, in denen sie ihre nihilistische Strategie zur Diskussion stellen. Mittlerweile hocken viele der Mitglieder der „ersten Generation“ im Knast. Die Texte enthalten bei allen den gewählten Mitteln geschuldeten Pathos sicher einiges von Interesse.

Diskussionsveranstaltung von das MAGAZIN und dem Infoladen G16

11.04.2014 | Lesecafé Gieszerstr.16 | 19 Uhr

Für weitere Informationen: http://www.magazinredaktion.tk/